Ursula-Schrein


Der Reliquienschrein der heiligen Ursula steht heute auf dem gotischen Hochaltar im Chor von St. Ursula. Er besitzt einen rechteckigen, länglichen Schreinaufbau mit gewölbtem beziehungsweise dachähnlichem Abschluss und ist reich mit vergoldeten Metallbeschlägen und figürlichem Schmuck versehen. Im Inneren werden die der heiligen Ursula zugeschriebenen Gebeine aufbewahrt. 

Vom ursprünglichen Schrein aus dem 12. Jahrhundert, etwa 1160–1170, ist vor allem der Holzkern erhalten. Die einst besonders kostbare mittelalterliche Metallverkleidung ging verloren. Zwischen 1878 und 1883 wurde der Schrein von Gabriel Hermeling und Franz Wüsten mit neuen Beschlägen versehen; dabei wurden auch erhaltene mittelalterliche Fragmente verwendet. Deshalb verbindet sein heutiges Aussehen Teile des romanischen Originals mit einer historistischen Neugestaltung des 19. Jahrhunderts. 

Zusammen mit dem benachbarten Schrein des heiligen Ätherius bildet er einen zentralen Teil des Reliquienschrein-Altars im Hochchor.

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