St. Ursula gehört zu den zwölf großen romanischen Kirchen Kölns. Ihre Geschichte reicht jedoch deutlich weiter zurück: Die Kirche steht auf einem spätantiken römischen Gräberfeld, auf dem bereits seit dem 4. Jahrhundert christliche Märtyrerinnen verehrt wurden.
Die heutige Kirche entstand im Wesentlichen ab etwa 1135 als dreischiffige romanische Emporenbasilika. Sie war Kirche eines Damenstifts und entwickelte sich durch die Verehrung der heiligen Ursula und ihrer Gefährtinnen zu einem bedeutenden Wallfahrtsort. Noch bevor 1164 die Reliquien der Heiligen Drei Könige nach Köln kamen, war St. Ursula eines der wichtigsten Pilgerziele der Stadt.
1287 wurde der romanische Bau um einen langgestreckten gotischen Chor erweitert. Im 17. Jahrhundert erhielt der Westturm seine auffällige barocke Haube. Ebenfalls aus dieser Zeit stammt die berühmte Goldene Kammer, die 1643 eingerichtet wurde. Ihre Wände sind mit Reliquien, zahlreichen Reliquienbüsten und kunstvoll angeordneten Gebeinen geschmückt, die der Überlieferung nach Ursula und ihren Gefährtinnen zugeschrieben wurden.
Nach der Aufhebung des Damenstifts zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde St. Ursula Pfarrkirche. Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Gebäude schwere Zerstörungen; der Wiederaufbau dauerte mehrere Jahrzehnte. Heute ist St. Ursula eine der bedeutendsten romanischen Kirchen Kölns und besonders wegen der Ursula-Legende und der Goldenen Kammer bekannt.
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