St. Pantaleon - Baubeschreibung


St. Pantaleon ist eine dreischiffige romanische Basilika mit einem markanten Westbau. Die ältesten erhaltenen Teile – das Langhaus und die östlichen Querräume – stammen aus dem 10. Jahrhundert. Im 12. Jahrhundert wurde das ursprünglich einschiffige Langhaus durch zwei Seitenschiffe erweitert.

Besonders charakteristisch ist das Westwerk. Es besteht aus einem breiten Mittelbau, der von zwei runden Treppentürmen flankiert wird. Der Mittelteil tritt mit einem Giebel hervor und öffnet sich im Inneren durch einen großen Rundbogen zum Langhaus. Das Westwerk entstand im Wesentlichen zwischen 984 und etwa 1000 und gehört zu den bedeutenden Beispielen ottonischer Architektur in Köln.

Der Innenraum ist heute vergleichsweise schlicht gestaltet. Das breite Mittelschiff wird von den niedrigeren Seitenschiffen begleitet. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurde das frühere Gewölbe nicht wiederhergestellt; stattdessen erhielt das Mittelschiff eine hölzerne Kassettendecke. Der Lettner wurde wieder vor den Chor gesetzt und die große Rundbogenöffnung zum Westwerk freigelegt.

Insgesamt zeigt St. Pantaleon eine Mischung verschiedener Bauphasen. Prägend sind jedoch die klaren, massiven Baukörper, Rundbögen, das dreischiffige Langhaus und das monumentale doppeltürmige Westwerk, die den ottonisch-romanischen Charakter der Kirche bestimmen.

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