1. Der Hochaltar
Der monumentale Hochaltar gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Kirche. Er wurde vom Kölner Erzbischof Ferdinand von Bayern gestiftet und ist dreigeschossig aufgebaut. Durch seine Größe beherrscht er den gesamten Chorraum und bildet den wichtigsten Blickpunkt beim Betreten der Kirche. Im Zentrum befindet sich heute das Gemälde „Himmelfahrt Mariens“ von Johann Hülsmann aus dem Jahr 1643. Das Bild ist eine Dauerleihgabe der Pfarrei St. Aposteln. Eine Besonderheit des Altars ist der tempelartig gestaltete Tabernakel mit einem sogenannten Expositorium. Durch einen Mechanismus kann sich der Aufbau öffnen und den Blick auf die Monstranz freigeben. Dabei wenden sich bewegliche Leuchterengel der Monstranz zu. Der Hochaltar wurde im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört und zwischen 1964 und 1979 aufwendig rekonstruiert.
2. Die zwölf Apostelfiguren
An den Pfeilern des Kirchenschiffs befinden sich die zwölf Apostelfiguren des Bildhauers Jeremias Geisselbrunn. Sie gehören zu den wichtigsten erhaltenen Kunstwerken der ursprünglichen barocken Ausstattung. Die Figuren sind überlebensgroß und stehen erhöht an den Pfeilern, sodass sie den gesamten Kirchenraum begleiten. Jeder Apostel ist individuell gestaltet und kann teilweise durch typische Attribute erkannt werden. Die Figuren sind nicht nur dekorativer Schmuck, sondern Teil des religiösen Bildprogramms der Jesuitenkirche. Sie sollten den Gläubigen die Apostel als Verkünder und Vermittler des christlichen Glaubens vor Augen führen. Ergänzt wird die Gruppe durch Darstellungen von Jesus und Maria am Aufgang zum Chor. Im Zweiten Weltkrieg konnten die Figuren gerettet werden, weil wertvolle Ausstattungsstücke zuvor ausgelagert worden waren. Dadurch gehören sie heute zu den wichtigsten originalen Bestandteilen des Innenraums.
3. Die Kanzel
Auch die reich verzierte Kanzel zählt zu den bedeutendsten Kunstwerken der Kirche. Sie wurde ebenfalls von dem Bildhauer Jeremias Geisselbrunn geschaffen. Die Kanzel besitzt ein umfangreiches Figurenprogramm und zeigt damit deutlich den barocken Charakter der Kirchenausstattung. Ihre Gestaltung sollte nicht nur schmücken, sondern auch religiöse Inhalte vermitteln. Für eine Jesuitenkirche hatte die Kanzel eine besondere Bedeutung, da die Predigt ein wichtiger Bestandteil der Seelsorge und Glaubensvermittlung des Ordens war. Entsprechend auffällig wurde sie im Kirchenschiff platziert. Zahlreiche geschnitzte Figuren und ornamentale Einzelheiten machen sie zu einem besonders detailreichen Ausstattungsstück. Während der schlichte architektonische Aufbau des Kirchenschiffs teilweise an die Gotik erinnert, bildet die aufwendig gestaltete Kanzel dazu einen starken barocken Kontrast. Sie gehört zu den Kunstwerken, die den Zweiten Weltkrieg überstanden haben.
4. Das Gemälde „Himmelfahrt Mariens“
Das Gemälde „Himmelfahrt Mariens“ von Johann Hülsmann stammt aus dem Jahr 1643 und befindet sich heute im Hochaltar. Es zeigt das zentrale Thema, nach dem die Kirche benannt ist: die Aufnahme Mariens in den Himmel. Ursprünglich gehörte das Gemälde nicht zur Ausstattung von St. Mariä Himmelfahrt, sondern stammt aus der Kölner Kirche St. Aposteln. Heute befindet es sich als Dauerleihgabe in der ehemaligen Jesuitenkirche. Durch seine Position im Zentrum des monumentalen Hochaltars ist es einer der auffälligsten Bestandteile des gesamten Innenraums. Die Darstellung passt thematisch besonders gut zum Patrozinium der Kirche. Das großformatige Gemälde bildet zusammen mit Architektur, Figuren und Altarschmuck eine geschlossene barocke Inszenierung. Es lenkt den Blick der Besucher unmittelbar auf den Chor und betont dessen Bedeutung als liturgisches Zentrum der Kirche.
5. Der Marienzyklus
Über den Beichtstühlen befindet sich ein bedeutender Marienzyklus des Malers Bernhard Fuckeradt, der als Schüler Rembrandts gilt. Die einzelnen Gemälde beschäftigen sich mit verschiedenen Stationen aus dem Leben Mariens. Damit greifen sie das Patrozinium der Kirche auf und ergänzen die Darstellung der Himmelfahrt Mariens im Hochaltar. Die Bilder sind zugleich ein Beispiel für die bedeutende Malereiausstattung der Jesuitenkirche im 17. Jahrhundert. Sie waren ursprünglich in ein umfassendes religiöses Bildprogramm eingebunden, das den Kirchenbesuchern zentrale Inhalte des katholischen Glaubens vermitteln sollte. Besonders interessant ist die Verbindung der Gemälde mit den Beichtstühlen, wodurch Architektur, Liturgie und bildliche Darstellung miteinander verbunden werden. Da die Gemälde während des Zweiten Weltkriegs ausgelagert waren, konnten sie vor der Zerstörung der Kirche bewahrt werden. Heute gehören sie deshalb zu den wichtigen historischen Originalwerken im Gebäude.
6. Der Gemäldezyklus zur Kindheit Jesu
Im Chorraum befindet sich ein weiterer bedeutender Gemäldezyklus, der die Kindheitsgeschichte Jesu darstellt. Die Bilder werden dem Künstler Johann Toussayn zugeschrieben. Thematisch behandeln sie Ereignisse aus der frühen Lebensgeschichte Christi und ergänzen damit das umfangreiche religiöse Bildprogramm der Kirche. Der Zyklus ist besonders interessant, weil er sich direkt im Bereich des Chores befindet und dadurch mit dem Hochaltar und der übrigen Ausstattung eine Einheit bildet. Die Gemälde zeigen, wie wichtig bildliche Darstellungen für die Glaubensvermittlung in der Zeit der Gegenreformation waren. Für die Jesuiten waren Bilder ein wichtiges Mittel, um biblische Geschichten anschaulich und emotional erfahrbar zu machen. Auch dieser Gemäldezyklus konnte trotz der schweren Kriegszerstörungen erhalten werden. Zusammen mit dem Marienzyklus gehört er zu den herausragenden erhaltenen Malereien von St. Mariä Himmelfahrt.
7. Das Netz- und Sterngewölbe
Nicht nur die Kunstwerke, sondern auch die Architektur selbst ist sehenswert. Besonders auffällig sind die aufwendig gestalteten Netz- und Sterngewölbe des Kirchenraums. Obwohl St. Mariä Himmelfahrt im 17. Jahrhundert und damit in der Zeit des Barock entstand, griff der Architekt Christoph Wamser bewusst auf Formen der Gotik zurück. Die sich kreuzenden Gewölberippen erzeugen ein dichtes geometrisches Muster an der Decke. Zusammen mit den hohen Spitzbögen verstärken sie den Eindruck von Höhe und Weite. Die Gewölbe führen den Blick der Besucher nach oben und verleihen dem Raum eine feierliche Wirkung. Gleichzeitig zeigen sie sehr deutlich die besondere Verbindung verschiedener Baustile in dieser Kirche. Romanische, gotische, Renaissance- und barocke Elemente wurden bewusst miteinander kombiniert. Gerade diese ungewöhnliche Verbindung macht St. Mariä Himmelfahrt architekturgeschichtlich besonders interessant.

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