Die Kirche St. Mariä Himmelfahrt in der Kölner Marzellenstraße wurde als Kirche des Jesuitenordens errichtet. Der Grundstein wurde 1618 gelegt, die feierliche Schlussweihe fand 1678 statt; vollständig abgeschlossen waren die Bauarbeiten 1689. Sie gilt als eine der bedeutendsten historischen Jesuitenkirchen Nordwestdeutschlands und war lange Zeit nach dem Kölner Dom das zweitgrößte Gotteshaus der Stadt.
Architekt Christoph Wamser verband bei dem Bau verschiedene Stilrichtungen, darunter Gotik, Renaissance und Barock. Besonders bedeutend ist der monumentale, dreigeschossige Hochaltar. Nach der Aufhebung beziehungsweise dem Verlust der ursprünglichen Jesuitennutzung wurde die Kirche ab 1803 als Pfarrkirche genutzt.
Im Zweiten Weltkrieg brannte St. Mariä Himmelfahrt fast vollständig aus. Zahlreiche zuvor ausgelagerte Kunstwerke konnten jedoch gerettet werden. Der Wiederaufbau und die Rekonstruktion der Ausstattung dauerten mehrere Jahrzehnte und wurden um 1980 abgeschlossen. Heute gehört die Kirche dem Erzbistum Köln und wird unter anderem von der Italienischen Katholischen Gemeinde für Gottesdienste genutzt.

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