St. Aposteln - Geschichte


St. Aposteln gehört zu den zwölf großen romanischen Kirchen Kölns und liegt am heutigen Neumarkt. Eine erste Apostelkirche an dieser Stelle ist bereits für das 10. Jahrhundert belegt. Im Jahr 965 wurde dort der Leichnam des Kölner Erzbischofs Bruno von Sachsen auf dem Weg zu seiner Beisetzung in St. Pantaleon aufgebahrt.

In den 1020er-Jahren ließ Erzbischof Pilgrim die ältere Kirche durch eine große Stiftskirche ersetzen. Das Langhaus dieser frühromanischen Basilika ist in wesentlichen Teilen bis heute erhalten. Beim Bau wurden teilweise Steine aus römischen Gebäuden wiederverwendet.

Im 12. und 13. Jahrhundert wurde die Kirche erheblich erweitert. Besonders prägend ist der große Dreikonchenchor im Osten, bei dem drei halbkreisförmige Chorräume kleeblattartig angeordnet sind. Diese Bauform macht St. Aposteln zu einem der bedeutendsten Beispiele der romanischen Architektur Kölns.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche schwer beschädigt. Dächer, Gewölbe und Teile der Mauern wurden zerstört. Der Wiederaufbau begann 1948 und erfolgte in mehreren Phasen. Zwischen 1965 und 1975 wurden insbesondere der Ostchor und der Vierungsturm wiederhergestellt. Am 21. September 1975 wurde der erneuerte Ostchor geweiht.

Heute verbindet St. Aposteln Bauteile aus fast tausend Jahren Geschichte und zählt zu den wichtigsten erhaltenen Kirchen der Romanik in Köln.

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