Sacrarium von Neu St. Heribert


Das Sacrarium ist die Schatzkammer von Neu St. Heribert. Es wurde 1996 eingerichtet, um die zuvor an verschiedenen Orten verwahrten Teile des Heribertschatzes wieder zusammenzuführen. Es befindet sich im Bereich des südlichen Querhausarms beziehungsweise des angrenzenden Sakristeigebäudes. 

Aufbewahrt werden dort vor allem die mit dem heiligen Heribert verbundenen Kostbarkeiten. Dazu gehören die Heribertkasel aus der Zeit um 1000, der Heribertstab mit einem geschnitzten Aufsatz aus Walrosszahn, die sogenannte Trinkschale Heriberts mit erhaltenen Fragmenten einer Kokosnussschale sowie verschiedene liturgische Geräte. Besonders bedeutend sind außerdem zwei mittelalterliche Textilien: eine byzantinische Löwenseide aus der Zeit um 980–1025 und eine spanische Vogelseide aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Beide Stoffe dienten zeitweise zur Umhüllung der Gebeine Heriberts. Hinzu kommen weitere Paramente und liturgische Geräte, teilweise aus der Barockzeit. 

Das Sacrarium ist keine regulär geöffnete Schatzkammer mit festen täglichen Besuchszeiten. Die Pfarrei bezeichnet die Stücke ausdrücklich als nur selten zugänglich und gibt für das Sacrarium „Öffnungszeiten auf Anfrage“ an. Führungen beziehungsweise Besichtigungen der Schatzkammer können daher bei der Pfarrgemeinde angefragt werden.

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