Neu St. Heribert ist eine monumentale neoromanische, dreischiffige Basilika mit Querhaus. Der Bau orientiert sich bewusst an Formen der rheinischen Romanik und wirkt durch seine großen, weitgehend geschlossenen Wandflächen und die klare Gliederung ausgesprochen massiv. Prägend ist die Doppelturmfassade zur Deutzer Freiheit: Zwei quadratische Türme flankieren die Westfront, deren Mitte durch ein großes Rundfenster und ein tief gestaffeltes Rundbogenportal hervorgehoben wird.
Im Inneren öffnet sich das hohe Mittelschiff durch große Arkaden zu den niedrigeren Seitenschiffen. Darüber liegen Emporen- beziehungsweise Triforienbereiche und die Fensterzone des Obergadens. Trotz der neoromanischen Gesamtanlage treten dabei auch spitzbogige Formen auf. Das Querhaus und die deutlich hervorgehobene Vierung geben dem Innenraum eine kreuzförmige Grundstruktur; an den östlichen Partien schließen Nebenapsiden an.
Der heutige Raumeindruck entspricht allerdings nicht vollständig dem ursprünglichen Zustand. Nach den schweren Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche in den Jahren nach 1945 vereinfacht wiederaufgebaut. Die ursprünglichen hohen Turmabschlüsse und der Aufbau über der Vierung wurden nicht wiederhergestellt; anstelle der zerstörten Gewölbe erhielt das Mittelschiff eine schlichtere Holzdecke. Dadurch verbindet der heutige Innenraum die historistische neoromanische Architektur des 19. Jahrhunderts mit der deutlich zurückhaltenderen Gestaltung des Wiederaufbaus der Nachkriegszeit.

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