Groß St. Martin - Baubeschreibung


Groß St. Martin ist eine der bedeutendsten romanischen Kirchen Kölns und prägt mit ihrem mächtigen Vierungsturm bis heute die Silhouette der Altstadt. Die Kirche wurde überwiegend im 12. und 13. Jahrhundert errichtet und gehört stilistisch zur rheinischen Romanik.

Der Bau ist als dreischiffige Basilika angelegt. Das breite Mittelschiff wird von zwei niedrigeren Seitenschiffen begleitet. Im Osten schließt sich ein besonders markanter Dreikonchenchor an. Dabei öffnen sich drei halbkreisförmige Apsiden nach Osten, Norden und Süden. Diese ungewöhnliche Chorform verleiht dem Bau einen stark gegliederten und monumentalen Abschluss.

Über der Vierung erhebt sich der hohe, quadratische Vierungsturm, der von vier schlanken Ecktürmchen begleitet wird. Er ist das auffälligste Bauteil der Kirche und ein wichtiges Wahrzeichen der Kölner Altstadt. Die Außenwände sind durch Rundbogenfenster, Blendarkaden und Lisenen gegliedert. Diese Elemente sind typisch für die romanische Architektur.

Im Inneren wirkt Groß St. Martin durch die hohen Pfeiler, Rundbögen und klar gegliederten Wandflächen streng und monumental. Die massiven Pfeiler tragen die Gewölbe und trennen das Mittelschiff von den Seitenschiffen. Besonders eindrucksvoll ist der Bereich der Vierung, über dem sich der Turm erhebt.

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