Die Kirche St. Maria im Kapitol ist die größte romanische Kirche Kölns und wurde auf den Fundamenten eines römischen Kapitolstempels errichtet, der den Göttern Jupiter, Juno und Minerva geweiht war. Im 7. Jahrhundert gründete die fränkische Königstochter Plectrudis, die Gemahlin Pippins des Mittleren, an dieser Stelle ein Frauenstift und ließ eine Marienkirche errichten. Sie wurde später auch dort bestattet.
Im 11. Jahrhundert entwickelte sich das Stift zu einem der bedeutendsten geistlichen Zentren Kölns. Zwischen 1040 und 1065 entstand die heutige Kirche, die zu einem wichtigen Ort der Marienverehrung wurde und zahlreiche Pilger anzog. Während des Zweiten Weltkriegs erlitt St. Maria im Kapitol schwere Zerstörungen, wurde jedoch in den folgenden Jahrzehnten sorgfältig restauriert. Heute zählt sie zu den bedeutendsten romanischen Kirchen Deutschlands und erinnert mit ihrer langen Geschichte an die Verbindung von römischer Vergangenheit, fränkischer Herrschaft und christlicher Tradition in Köln.

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