St. Maria im Kapitol ist die größte der zwölf romanischen Kirchen Kölns und wurde im 11. Jahrhundert als dreischiffige Pfeilerbasilika errichtet. Der Bau misst etwa 73 Meter in der Länge, 63 Meter in der Breite über den dreikonchigen Ostabschluss und rund 24 Meter in der Breite des Langhauses. Charakteristisch ist der einzigartige Dreikonchenchor – drei halbrunde Apsiden in Kleeblattform –, der als frühestes erhaltenes Beispiel dieser Bauform im Abendland gilt und später zahlreiche Kirchenbauten beeinflusste.
Unter dem Ostchor befindet sich die weitläufige Krypta, die zu den bedeutendsten romanischen Krypten Deutschlands zählt. Sie entstand nach dem Vorbild der Krypta des Speyerer Doms und diente als Grablege der Stiftsgründerinnen sowie als Ort der Reliquienverehrung. Die niedrigen Kreuzgewölbe, die kräftigen Säulen und die ruhige, schlichte Gestaltung verleihen ihr eine besondere Atmosphäre und machen sie zu einem der ältesten erhaltenen Bauteile der Kirche.
Der Bau wird von einem mächtigen Westwerk und dem weit ausladenden Langhaus geprägt. Im Inneren vermitteln die hohen Rundbogenarkaden, die klar gegliederte Pfeilerarchitektur und der lichtdurchflutete Dreikonchenchor einen harmonischen Raumeindruck. Mit ihren außergewöhnlichen Ausmaßen und ihrer einzigartigen Choranlage gilt St. Maria im Kapitol als einer der Höhepunkte der romanischen Baukunst in Deutschland.

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