St. Gereon - Sehenswürdigkeiten


Das Dekagon

Das Dekagon ist das Wahrzeichen der Basilika St. Gereon und ihr bedeutendster Bauteil. Der zehneckige Zentralbau entstand zwischen 1219 und 1227 über einem spätantiken Memorialbau aus dem 4. Jahrhundert. Mit einer Länge von rund 21 Metern, einer Breite von 16,9 Metern und einer Kuppelhöhe von etwa 34,5 Metern zählt er zu den außergewöhnlichsten Bauwerken der europäischen Romanik. Über Jahrhunderte besaß St. Gereon die größte freitragende Kuppel nördlich der Alpen.

Die Krypta

Unter dem Chor befindet sich die romanische Krypta aus dem 11. Jahrhundert. Sie gehört zu den ältesten erhaltenen Bauteilen der Kirche. Hier werden die Reliquien des heiligen Gereon und seiner Gefährten aufbewahrt. Zur Ausstattung gehören ein romanischer Altartisch sowie das bedeutende staufische Bodenmosaik, das ursprünglich im Chor verlegt war.

Die Blutsäule

Die sogenannte Blutsäule ist eine antike Granitsäule im Dekagon. Der mittelalterlichen Überlieferung zufolge erinnert sie an das Martyrium des heiligen Gereon und seiner Gefährten. Die Säule zählt seit Jahrhunderten zu den bekanntesten Erinnerungsstücken der Basilika.

Die spätantiken Mauerreste und das Bodenmosaik

Im Mauerwerk der Basilika sind noch Teile des römischen Ursprungsbaus aus dem 4. Jahrhundert erhalten. Sie dokumentieren die lange Baugeschichte der Kirche. Das staufische Bodenmosaik aus dem 12. Jahrhundert gehört zu den bedeutendsten mittelalterlichen Mosaiken Kölns und wird heute in der Krypta aufbewahrt.

Die Taufkapelle

Die Taufkapelle besitzt ein spätromanisches Taufbecken sowie gut erhaltene mittelalterliche Wandmalereien. Sie gehört zu den ältesten Ausstattungsräumen der Basilika und zeigt die Entwicklung der kirchlichen Tauftradition im Mittelalter.

Die gotische Sakristei

Die gotische Sakristei entstand im 14. Jahrhundert. Sie besitzt ein Kreuzrippengewölbe, mittelalterliche Glasfenster sowie eine kunstvoll gearbeitete Tür. Zusammen mit dem rekonstruierten Mosaik zählt sie zu den bemerkenswertesten gotischen Innenräumen der Kirche.

Die Mondsichelmadonna

Die Mondsichelmadonna ist eine bedeutende Marienfigur der Basilika. Sie zeigt Maria mit dem Jesuskind auf einer Mondsichel stehend und orientiert sich an der Darstellung der Frau aus der Offenbarung des Johannes. Die Skulptur zählt zu den wichtigsten Marienbildern der Kirche.

Das Alabaster-Kruzifix

Das lebensgroße Alabaster-Kruzifix stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die aus hellem Alabaster gearbeitete Christusfigur gehört zu den bedeutenden barocken Kunstwerken der Basilika und zeichnet sich durch ihre detailreiche Ausführung aus.

Die Pietàkapelle

In der Vorhalle der Basilika befindet sich die Pietàkapelle. Mittelpunkt ist eine Pietà nach dem Vorbild der berühmten Darstellung Michelangelos. Die Kapelle gehört zu den häufig besuchten Bereichen der Kirche.

Das Chorgestühl

Das spätgotische Chorgestühl entstand im 15. Jahrhundert und zählt zu den bedeutenden Holzschnitzarbeiten Kölns. Die reich verzierten Wangen und Miserikordien zeigen pflanzliche Ornamente, Tierdarstellungen und figürliche Schnitzereien. Das Chorgestühl befindet sich im Chorraum und gehört zur historischen Ausstattung der ehemaligen Stiftskirche.

Der Hochaltar

Der Hochaltar bildet den Mittelpunkt des Chorraums. Er wird von der halbrunden romanischen Apsis eingerahmt und prägt gemeinsam mit dem Chorgestühl den östlichen Teil der Basilika. In seiner heutigen Form stammt der Altar aus späteren Umbauphasen und fügt sich harmonisch in die romanische Architektur der Kirche ein.

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