St. Georg - Baubeschreibung


Außen

Die Basilika St. Georg ist eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika aus Tuffstein. Ihr Äußeres wirkt kraftvoll und geschlossen und verzichtet weitgehend auf aufwendigen Fassadenschmuck. Lisenen und Rundbogenfriese gliedern die Außenmauern und verleihen ihnen eine ruhige, ausgewogene Struktur. Das Langhaus wird von einem weit ausladenden Querhaus durchzogen, über dessen Vierung sich ein markanter quadratischer Turm erhebt. Den östlichen Abschluss bildet ein dreikonchiger Chor mit einer großen Mittelapsis und zwei kleineren Seitenapsiden – eine Bauform, die zu den charakteristischen Merkmalen der Kölner Romanik gehört. Der schlichte Westbau wurde nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs in zurückhaltender Form wiederhergestellt und fügt sich harmonisch in das Gesamtbild der Kirche ein.

Innen

Der Innenraum beeindruckt durch seine klare Gliederung und seine außergewöhnliche Raumwirkung. Kräftige Pfeiler tragen die hohen Arkaden des Mittelschiffs und lenken den Blick auf die Vierung, die das räumliche Zentrum der Kirche bildet. Über ihr spannt sich eine monumentale Kuppel, die zu den frühesten und eindrucksvollsten Kuppelkonstruktionen der romanischen Baukunst im Rheinland zählt. Von der Vierung öffnet sich der Blick in den lichten Dreikonchenchor, dessen drei halbrunde Apsiden den Raum harmonisch umschließen. Die schlichte romanische Architektur wird durch die Fenster des Künstlers Johan Thorn Prikker wirkungsvoll ergänzt. Ihr farbiges Licht setzt dezente Akzente und unterstreicht die ruhige, nahezu monumentale Atmosphäre des Kirchenraums. Die sorgfältige Wiederherstellung nach dem Zweiten Weltkrieg bewahrte den ursprünglichen romanischen Charakter der Basilika und macht ihre klare Raumkomposition bis heute eindrucksvoll erlebbar.

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