Minoritenkirche - Geschichte


Die Minoritenkirche St. Mariä Empfängnis wurde ab 1245 von den Franziskanern (Minoriten) als Klosterkirche errichtet und zählt zu den ältesten gotischen Kirchen Kölns. Zunächst entstand der frühgotische Chor, im 14. Jahrhundert wurde das dreischiffige Langhaus vollendet. Als Bettelordenskirche erhielt sie keinen Kirchturm, sondern lediglich einen schlichten Dachreiter. 

Im Mittelalter entwickelte sich das Kloster zu einem der bedeutendsten Zentren des Franziskanerordens in Deutschland. Hier lehrte der berühmte Theologe Johannes Duns Scotus, der später auch in der Kirche beigesetzt wurde. Nach der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Kloster aufgehoben und die Kirche zeitweise als Speicher und Hospitalkirche genutzt. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts begann ihre umfassende Restaurierung, die maßgeblich von Adolph Kolping gefördert wurde. 

Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Minoritenkirche erhebliche Schäden, konnte jedoch originalgetreu wieder aufgebaut werden. Heute ist sie die Grabeskirche des seligen Adolph Kolping und des seligen Johannes Duns Scotus sowie das geistliche Zentrum des internationalen Kolpingwerks. Damit zählt sie zu den bedeutendsten Wallfahrtskirchen Kölns.

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