Armreliquiar des heiligen Georg


Das Armreliquiar des heiligen Georg gehört zu den bedeutendsten Schätzen der Basilika St. Georg. Es bewahrt eine Reliquie des Kirchenpatrons, des heiligen Georg, der als römischer Soldat und christlicher Märtyrer verehrt wird. Der Überlieferung nach gelangte die Reliquie im 11. Jahrhundert durch Erzbischof Anno II. in die neu gegründete Stiftskirche und begründete die besondere Verehrung des Heiligen an diesem Ort.

Das Reliquiar ist in der Form eines erhobenen rechten Arms gestaltet – eine im Mittelalter häufig gewählte Form für Armreliquiare. Die Hand ist zum Segensgestus erhoben, während der Ärmel in aufwendiger Goldschmiedearbeit ausgeführt ist. Die vergoldete Oberfläche wird durch fein ziselierte Ranken, Ornamente und Reliefbänder gegliedert, die das Licht wirkungsvoll reflektieren. Am Handgelenk befindet sich ein verglastes Schaufenster, durch das die Reliquie sichtbar ist. Ein reich verzierter Standfuß verleiht dem Reliquiar sicheren Halt und unterstreicht seinen repräsentativen Charakter.

Das heute erhaltene Reliquiar entstand in barocker Zeit und ersetzte einen älteren mittelalterlichen Vorgänger. Trotz seiner späteren Entstehung knüpft es bewusst an die traditionelle Form mittelalterlicher Armreliquiare an und verbindet barocke Eleganz mit der jahrhundertealten Reliquienverehrung. Als eines der wenigen erhaltenen Stücke des ehemaligen Kirchenschatzes vermittelt es bis heute einen Eindruck von der einst reichen Ausstattung der Basilika St. Georg.

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